#challengeaccepted: Ich bin wegen meines Xing-Impressums abgemahnt worden

Ein Rechtsanwalt beschließt seine Kollegen wegen (angeblich) fehlenden Xing-Impressums abzumahnen und stößt nicht nur auf Erstaunen, sondern wenig überraschend auf Gegenwehr.

Ich habe eine Abmahnung wegen „fehlenden Xing-Impressums“ von einem Kollegen erhalten. Da ich meines Wissens über ein ausreichendes Impressum verfüge (ich nutze es z.B. bei Vorträgen), bin ich doch sehr verwundert.

Der benachteiligte Kollege

Zumal der Kollege sehr sparsam argumentiert und seine Nachweise noch sparsamer, d.h. gar nicht vorhanden, sind:

Auch auf telefonischem Wege habe ich trotz meiner Bitte weder einen Nachweis erhalten, noch eine Information was ihn denn nun konkret zu einer Abmahnung bewegt hat. Der Kollege äußerte stattdessen Empörung, was ich ihn mir denn denke ihn um 18:30 anzurufen. Nachdem ich ihn darauf hinwies, dass es seine Geschäftsnummer ist und er den Hörer abgehoben hat, also wohl bei der Arbeit sei, legte er auf. Lesen Sie weiter

Urteil LG Köln zu Pixelio-Bildern: Achtung! Handeln Sie sofort und prüfen Sie, ob Ihre Bilder die nötigen Urheberhinweise im Bild führen

Das LG Köln hat entschieden, das Urhebervermerke direkt im Bild selbst untergebracht werden müssen. Wird ein Bild direkt per URL aufgerufen und ist der Urhebervermerk nicht zu sehen, liegt ein abmahnbarer Urheberrechtsverstoß vor. Ich erkläre Ihnen wie Sie Abhilfe schaffen können.

bilderrecht_urheberhinweis_direktaufruf

Der Urheberhinweis muss laut LG Köln nicht nur auf der Website zu sehen sein, auf der das Bild eingebunden ist (Punkt 1.), sondern auch wenn es separat im Browser aufgerufen wird (Punkt 2.).

Ich kann es immer noch kaum fassen, was Kollege Rechtsanwalt Plutte berichtet. In dem Fall des LG Köln (LG Köln 14 O 427/13) haben die Richter quasi entschieden, dass eine Urhebernennung grafisch auf Bildern angebracht werden muss. Denn werden Bilder separat per URL aufgerufen, ist sonst keine Urhebernennung sichtbar.

Sollte dieses Urteil Bestand haben wird es nicht nur die Nutzer der Bilder treffen, sondern auch die Betreiber von Stockbildarchiven. Die Hände reiben können sich die schwarzen Schafe unter den Fotografen, die nicht mit den Bildern, sondern mit Abmahnungen Geld verdienen wollen.

Ich persönlich finde gerade kaum Worte, um mein Unwohlsein angesichts dieser Entscheidung und dessen möglicher Tragweite auszudrücken, so erkläre ich lieber den Sachverhalt im Detail.

Update 16.08.2014: Das Urteil wurde vernünftigerweise aufgehoben, das Update finden Sie am Ende dieses Beitrags.

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Großes Update: „Rechtliche Stolperfallen beim Facebookmarketing“ bei allfacebook.de

Nach über drei Jahren hat sich viel im Recht und bei Facebook verändert. Auch ich habe viele Erfahrungen gesammelt und werde sie in den kommenden Wochen mit den Lesern von Allfacebook.de teilen.

Rechtsanwalt Thomas Schwenke @ Allfacebook Dev Con

@Allfacebook DevCon 2013

Es ist schon drei Jahre her, dass ich bei Allfacebook.de eine Beitragsreihe zu rechtlichen Fehlern im Facebookmarketing geschrieben habe. Daraus ist ein E-Book geworden, das mich nach 50.000 Downloads dazu veranlasst hat, das Buch “Social Media Marketing & Recht” zu schreiben, welches selbst zu einem Bestseller wurde.

Weil sich aber in drei Jahren einiges ändert und auch die bald 5.000 Fans meiner Facebookseite ein Dankeschön verdienen, werde ich die Beitragsreihe wieder neu auflegen.

Es geht los mit „Einleitung | Rechtliche Stolperfallen beim Facebook Marketing Teil 1“ und einem Blick über das auf Facebook geltende Recht sowie Rechtsfolgen bei Verstößen. Danach habe ich noch die folgenden Themen geplant: Lesen Sie weiter

Affiliate-Marketing & Recht – Wissen Sie wann Sie für Ihre Werbepartner haften?

Affiliatewerbung ist zugleich eine wirksame und eine rechtlich gefährliche Methode zur Kundengewinnung. Da Unternehmen für die Rechtsverstöße der Werbepartner haften, sollten Sie diese sorgfältig auswählen.

Haftung für Affiliates -Schema

Diese Grafik zeigt die typische Konstellation einer Affiliatehaftung. Der Auftraggeber beauftragt den Werbepartner gegen eine Provisionszahlung mit der Vermittlung von Kunden oder Besuchern. Um seine Provision zu steigern, begeht der Werbepartner Rechtsverstöße. Ob und wann der Auftraggeber für diese Rechtsverstöße haften muss, erläutert der folgende Beitrag.

Erst vor kurzem schrieb ich darüber, dass Arbeitgeber für rechtswidrige „private“ Werbemaßnahmen von Mitarbeitern unabhängig von Kenntnis und Verschulden haften. Der Grund liegt darin, dass Unternehmen sich nicht hinter den Mitarbeitern verstecken dürfen.

Dasselbe Prinzip gilt auch im Affiliate-Marketing, d.h. wenn Sie Werbepartner beauftragen, die Werbung platzieren und Ihnen Clicks, Sales oder Leads vermitteln. Dies musste nun ein Unternehmen erfahren, dessen Affiliate einen Wettbewerbsrechtsverstoß durch sog. „Typosquatting“ beging.

Diesen Fall nehme ich für folgenden Beitrag zum Anlass, Ihnen zu erklären, welche die Risiken die Affiliate-Haftung birgt und wie Sie diese mindern können. Lesen Sie weiter

Haftung von Unternehmen für private Facebookbeiträge derer Mitarbeiter

Wussten Sie, dass Sie als Unternehmer auch für die privaten Facebook-Aktivitäten Ihrer Mitarbeiter haften können?

Facebook - Beitrag eines Mitarbeiters, für den der Arbeitgeber haften musste

So in etwa sah der Beitrag des Autoverkäufers aus, für den der Arbeitgeber haften musste. Der Beitrag wirkt m.E. bereits auf den ersten Blick eher wie eine Verkaufsanzeige, als ein privates Posting.

Bei Allfacebook.de habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wann Arbeitgeber für die „privaten“ Social Media Aktivitäten derer Mitarbeiter haften. Grundlage ist das Urteil des LG Freiburg, welches entschied, dass ein Autohaus für ein Facebookposting eines Mitarbeiters auf dessen privater Chronik haften muss (LG Freiburg, Urteil v. 04.11.2013, Az. 12 O 83/13).

Im Ergebnis komme bin ich der Ansicht, dass kein Grund zur Panik besteht, weil ein solcher Fall nicht in jeder Branche vorkommen kann und auch die Haftungshürden recht hoch sind. Allerdings können besonders Mitarbeiter, die eigene wirtschaftliche Interessen verfolgen oder dem Unternehmen werbend unter die Arme greifen wollen, eine solche Haftungssituation auslösen.

Es ist jedoch nicht notwendig (und möglich) den Mitarbeitern jegliche Äußerungen zum Unternehmen zu verbieten. Das dürfte auch nicht wünschenswert sein, da Mitarbeiter formidable Markenbotschafter sein können.

Wenn Sie erfahren wollen, wie Sie deren Potential nutzen, aber die Haftung vermeiden können, lade ich Sie zum Lesen meines Beitrags : „So vermeiden Sie die Haftung für „private“ Facebook-Aktivitäten Ihrer Mitarbeiter“ ein.

Weitere Informationen zum Thema:

Ich helfe Ihnen Streitigkeiten mit und Haftung für Ihre Mitarbeiter in Vorträgen, Workshops und Inhouse-Seminaren zu "Social Media & Recht" zu vermeiden. Sprechen Sie mich an, ich stehe gerne zu Ihrer Verfügung.

Disclaimer und andere Urban Law Legends – Rechtsbelehrung Folge 11 (Jura-Podcast)

In der heutigen Folge beschäftigen wir uns mit Disclaimern und Rechtsmythen, die im Netz kursieren und erklären, ob sie stimmen oder doch eher rechtlichen Unsinn darstellen.

Rechtsbelehrung Folge 11

Rechtsbelehrung Folge 11

 

Das ist Spökes, das ist Nonsens, das ist Unfug

sagt unser Gast Henning Krieg (Syndikusanwalt Law-Blogger) in der heutigen Podcastfolge. Gemeint sind viele der Disclaimer und Rechtsmythen, die im Internet verbreitet werden.

Marcus Richter und ich haben unsere Follower und Hörer dazu aufgerufen, uns Beispiele solcher Disclaimer einzuschicken und haben (fast) alle besprechen, widerlegen oder auch bestätigen können. An dieser Stelle ein großes Dankeschön, Eure Tipps, Vorschläge und Kommentare helfen uns riesig beim Podcasten.

Im Folgenden die Übersicht aller besprochen Disclaimer & Mythen mit weiterführenden Hinweisen, Anmerkungen und Zeitmarken (hh:mm:ss):

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8 Regeln für die Verdachtsberichterstattung, die Journalisten und Blogger kennen müssen

Egal ob es um Straftaten, Vermutung unlauteren Wettbewerbs oder sittliche Anschuldigungen geht. Immer wenn Ihr Verdacht jemanden persönlich oder wirtschaftlich treffen könnte, müssen Sie vor der Veröffentlichung diese acht Punkte prüfen.

Verdachtsberichterstattung

Fühlt sich jemand zu Unrecht oder auf Grundlage falscher Tatsachen verdächtigt, folgt dem Zorn oft der Gang zum Anwalt. Dies kann schnell 1.500 Euro und mehr kosten, je nach eigener Reichweite und des Bekanntheitsgrades des Betroffenen.  (Bild: gfairchildCC-BY)

Wenn ich meine zurückliegenden Fälle betrachte, dann stechen besonders viele Abmahnungen wegen unberechtigter Verdachtsberichterstattung hervor. Neben Onlinemagazinen waren besonders Blogger betroffen. Darunter waren insbesondere Berichte über „Abmahnwellen“, Fan-Kauf, Korruption oder Strafverfahren.

Da in Fällen rechtswidriger Verdachtsberichterstattung  eine Menge Ärger droht, z.B. die Pflicht zur Abgabe von strafbewehrten Unterlassungserklärungen, Schadensersatzzahlungen, Übernahme von Abmahnkosten oder schlimmstenfalls aufwändige Gerichtsverfahren, sollten Sie unbedingt die folgenden Regeln beachten, bevor Sie einen Verdacht online publizieren.

Presserecht für Journalisten und Blogger: Eine Zusammenstellung der wichtigsten rechtlichen Punkte, die Sie beim journalistischen Publizieren beachten müssen, finden Sie in meinem Artikel „Basiswissen Journalismus: Presserecht für Journalisten und Blogger“ im Upload-Magazin. Lesen Sie weiter

Neu und kostenlos: App der Rechtsanwaltsanzlei Schwenke für iOS und Android

Mit unserer neuen App von appkind erhalten Sie unsere News, Blogbeiträge und Podcastfolgen direkt auf Ihr Smartphone oder Tablet.

Rechtsanwalt Schwenke - App für Android und iOs Geräte

Die App können Sie im AppStore für Apple oder bei GooglePlay für Android herunterladen oder mit dem Handy den QR-Code Scannen. Made by appkind.

Ich freue mich Ihnen unsere neue und kostenlosen App für iOS oder Android Smartphones und Tablets vorstellen zu können.

Ab jetzt können Sie unsere aktuellen Blogbeiträge sowie Facebooknachrichten  zum Marketingrecht, Social Media Recht, Datenschutz, Urheber-, Marken- und Datenschutzrecht auf Ihrem Smartphone oder Tablet lesen.

Sie werden zudem über neue Folgen des Jurapodcasts „Rechtsbelehrung“ informiert und können mit unserer Kanzlei direkt in Kontakt treten.

Für die Umsetzung bedanke ich mich sehr bei appkind. Ich empfehle deren Service an dieser Stelle sehr gerne weiter, da sie mich sehr positiv überrascht haben. Ich hätte nicht gedacht, wie schnell und einfach die Umsetzung erfolgt ist und wie gut die App aussieht :)

Übrigens, hier finden Sie weitere Infos zu der „App für Blogger und jetzt freue ich mich über Ihren Download.

Buchempfehlung: „Der Social Media Manager: Das Handbuch für Ausbildung und Beruf“

Natürlich ist man etwas voreingenommen, wenn es um ein Buch geht, zu dem man selbst ein (Rechts)Kapitel beigesteuert hat. Doch in diesem Fall ist das weniger relevant, denn das Buch ist auch nach Abzug jeglicher Vorschusslorbeeren großartig geworden. :)

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Zu dem Buch durfte ich das Rechtskapitel beitragen, daneben finden sich darin Beiträge weiterer Experten wie Jochen Mai, Klaus Eck, Oliver Ueberholz, Robert Basic, Ben Ellermann und Stefan Evertz.

Nachdem ich einen ganzen Urlaub darauf warten musste, konnte ich Endlich das Buch „Der Social Media Manager: Das Handbuch für Ausbildung und Beruf“ von Vivian Pein in den Händen halten. Ich war sehr gespannt, da ich dazu das Kapitel „Rechtliche Grundlagen“ beigesteuert habe und gespannt auf die „textliche Nachbarschaft“ war.

Zudem war ich sehr interessiert, da ich früher selbst als Community Manager tätig war und heute als Rechtsanwalt Social Media & Marketing Abteilungen vieler Unternehmen und Agenturen berate.

Warum ich ihnen das Buch wärmstens ans Herz legen werde, können Sie in diesem Beitrag nachlesen. Lesen Sie weiter