Crowdfunding, Kickstarter und Co – Rechtsbelehrung Folge 16 (Jura-Podcast)

Ob $50 Tsd für einen Kartoffelsalat oder $50 Mio für ein Computerspiel – Crowdfunding revolutioniert die traditionelle Projektfinanzierung, stärkt das „Wir“-Gefühl und wirft zugleich viele Rechtsfragen auf, denen wir uns in der heutigen Folge widmen.

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Crowdfunding, Kickstarter & Co - Rechtsbelehrung Folge 16 (Jura-Podcast)

Crowdfunding, Kickstarter & Co – Rechtsbelehrung Folge 16 (Jura-Podcast)

Beim Crowdfunding werden Projekte durch Nutzer, statt durch klassische Kapitalgeber wie Banken, Business Angels oder Venture-Kapitalgeber, finanziert. Plattformen wie Kickstarter, Indiegogo, StartnextSeedmatch oder Patreon bieten die Möglichkeit eigene Projekte vorzustellen und Nutzer um finanzielle Unterstützung zu bieten (Übersicht der Crowdfunding-Plattformen).

Dabei gibt es unterschiedliche Rewards, also Belohnungen für die Unterstützer. Sie erhalten entweder die geförderten Produkte, Goodies wie z.B. Erwähnungen in einem Computerspiel, T-Shirts, Zugang zu Bonusmaterial, einen Kartoffelsalat, Zinsen oder einfach das gute Gefühl für ein unterstützenswertes Projekt gespendet zu haben.

Wir beleuchten die rechtlichen Hintergründe und erklären was passiert wenn ein versprochener Reward nicht ankommt. Marcus berichtet zudem von dem erfolgreichen Crowdfunding des Radiorollenspiels an dem er beteiligt ist und welches nun in Form einer interaktiven Radiosendung „Im Grab der Mondwandler“ bei Fritz von RBB zu hören ist.

Themen dieser Folge:

  • 00:00:50 – Begrüßung & Hinweise zur letzten Folge
  • 00:02:30 – Was ist eigentlich Crowdfunding und wie unterscheidet es sich von traditionellen Investorensuche?
  • 00:07:50 – Erklärung der Begrifflichkeiten – Backer, Pledges, Rewards und Stretchgoals sowie die Frage, ob Projektanbieter Unternehmer sind.
  • 00:17:00 – Arten der Finanzierung, ProspektpflichtMitunternehmerschaft und Partiarisches Darlehen.
  • 00:24:30 – Regelungen in den AGB der Plattformen, Verträge zu Gunsten Dritter und Anspruch auf Rewards.
  • 00:32:00 – Sind Rewards Schenkungen oder Kaufverträge?
  • 00:47:00 – Welches Recht ist anwendbar?
  • 00:50:10 – Gilt das Widerrufsrecht beim Crowdfunding?
  • 00:59:30 – Wie sind Einnahmen beim Crowdfunding versteuern?
  • 01:08:00 – Hat die Shareconomy auch Nachteile?

Der Beitrag zu dieser Folge bei richter.fm.

Die Rechtsbelehrung hat zudem einen neuen Twitter-Account @RBL_rfm, in dem wir Sie über die aktuellen Folgen informieren werden. Wir freuen uns wieder über Kommentare und Themenvorschläge sowie Bewertungen bei iTunes.

Der Podcast erscheint unter der Creative Commons BY-ND-Lizenz D.h. Sie können ihn selbst unbearbeitet zum Download anbieten, solange Sie diesen Hinweis neben dem Downloadlink platzieren: "Rechtsbelehrung.com Marcus Richter & Thomas Schwenke, CC-BY-ND" - P.S. bei den jeweiligen Podcastfolgen findet sich neben den Audioplayern eine Einbettungsfunktion ("Embed") für Ihren Blog oder Website .

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Kommentare

  1. Hey,

    glaube
    „Podcast: Play in new window | Download (Duration: 2:44 — 3.2MB)“
    passt als Download-Info nicht so ganz :)

    Viele Grüße
    Pascal

  2. LaviniaSt

    Im obrigen Einführungstext werden Kapitalgeber erwähnt, die mit Beteiligungen in Kapitalgesellschaften gehen. Rechtlich als auch steuerrechtlich für die Unternehmen und die Kapitalgeber ist bereits viel geklärt.
    Wurde denn auch über Funding in Form von Umsatz, den Unternehmen durch Projekte auf Plattformen generieren gesprochen? Beispiel der Krautreporter GmbH, die eigentlich prepaid „Abos“ verkauft hat. Wurde die Seite des Verbraucherschutzes auch berücksichtigt? Oder was bspw ein häufig verwendetes Wir (gemeint das Unternehmen und die Crowd, die Geld gab), das rechtlich nur durch einen Dienstleitungsvertrag vorliegt und nicht dadurch suggerierter Teil von einer Unternehmung zu sein, bedeutet?

  3. Sebastian Vogt

    Erneut eine interessante und unterhaltsame Folge – weiter so :)
    PS: Konnte nun auch einen guten Freund überzeugen, mal in den Podcast reinzuhören. Sein Kommentar: „Super, gefällt mir, bin schon süchtig :)“.

  4. Jörg

    Hallo,
    ich bin ein Backer bei der Kampagne https://www.kickstarter.com/projects/jimguldi/worlds-first-roast-grind-brew-coffee-machine
    Die Macher der Kampagne ziehen sich zur Zeit den Unmut Ihrer Backer zu, da mehrere versprochene Features nicht mehr enthalten sind, Design und Größe der Maschine komplett geändert wurde und außerdem sind dank RFID-Chips nur noch Kaffeebohnen, die von Bonaverde gekauft werden müssen, verwendbar (einfach mal durch die Kommentare und die Kommentare bei den Updates blättern).
    Einen kompletten Refund lehnen die Macher ab, da ja immer noch eine Kaffeerostmahlbrühmaschine geliefert wird.
    Da es sich um eine Firma aus Berlin handelt, sollte doch hier auch das Widerrufrecht anwendbar sein?

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  1. RBL016: Crowdfunding
  2. Die letzten und nächsten 24h, Donnerstag, 07.08.2014 | die Hörsuppe
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