Whitepaper: „Custom Audiences und Datenschutz bei Facebook, Twitter und Google“ bei Allfacebook.de

Die Zielgruppendefinition mit „Custom Audiences“ wird kontrovers diskutiert und trotzdem häufig eingesetzt. Ob sich die Risiken für Sie lohnen und wie sie gesenkt werden können, erkläre ich im Whitepaper bei Allfacebook.de.

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Bei Allfacebook.de habe ich ein Whitepaper veröffentlicht, in dem ich mich auf knapp 30 Seiten (und mit Beispielen) den rechtlichen Fragen und Risiken, aber auch wirtschaftlichen Argumenten für den Einsatz von „Custom Audiences“ im Onlinemarketing widme:

Whitepaper: Custom Audiences und Datenschutz bei Facebook, Twitter und Google

Für den schnellen Überblick erhalten Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse. Daneben spreche ich insbesondere die folgenden Themen an:

  • Definition von Zielgruppen mit Hilfe von Custom Audiences
  • Custom Audiences bei Facebook, Twitter und Google
  • Angebliche Anonymität
  • Einwilligung der Betroffenen
  • Datenschutzerklärung und Opt-Out-Möglichkeit
  • Gesetzliche Erlaubnis von „Custom Audiences“
  • Datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit
  • Folgen des rechtswidrigen Einsatzes von Custom Audiences
  • Wahrscheinlichkeit des Eintritts von negativen Folgen
  • Entscheidung pro Custom Audiences

Wir helfen Unternehmen und Agenturen rechtliche Stolperfallen beim Onlinemarketing zu vermeiden. Wenn Sie die Prüfung von Werbekonzepten, Erstellung von AGB, Beratung in E-Commerce und Datenschutz sowie unkomplizierte und schnelle Betreuung wünschen, stehen wir gerne zu Ihrer Verfügung. Sprechen Sie uns an.

Bitte Google+ Profile aktualisieren – Designupdate lässt das Impressum verschwinden

Da viele Unternehmen und Freiberufler ihre Google+ Profile nicht mehr nutzen, haben sie nicht mitbekommen, dass seit den Designänderungen ihr Impressum nicht mehr sichtbar ist und die Profile wettbewerbswidrig sind.

Das kleine (i)-Symbol (unten rechts) genügt nicht den Anforderungen, die Gerichte an ein erkennbares Impressum stellen. Daher sollten Sie das Impressum in der Kurz-Info-Zeile aufnehmen (unten links).

Google+ hat in letzter Zeit viele Änderungen erfahren, zu denen zuletzt ein komplett neues Design gehörte. Ob das Netzwerk damit Erfolg haben oder von Google lediglich auf dem Abstellgleis betriebsbereit gehalten wird, ist hier aber nicht die Frage. Vielmehr möchte ich darauf hinweisen, dass mit dem neuen Design die Impressen der Google+Profile und Unternehmensseiten den gesetzlichen Ansprüchen an ein einfach erkennbares Impressum gem. § 5 TMG nicht mehr genügen.

Nach meiner überschlägigen Einschätzung haben die meisten Unternehmen und Nutzer die Änderungen gar nicht mitbekommen (oft weil sie bei Google+ nicht mehr aktiv sind). Damit dies nicht in einer unerwarteten Abmahnung endet, empfehle ich die Profile entweder zu löschen oder um ein Impressum zu ergänzen. Lesen Sie weiter

Nach Abmahnungen – Impressumspflicht bei Facebook, Google+, Twitter, Youtube, Xing und LinkedIn erfüllen

Dieser Beitrag zeigt Ihnen, wie Sie die Impressumspflicht auf Google+, Twitter und Youtube-Präsenzen sowie Xing-Profilen erfüllen können.

Aktuell werden viele Betreiber von Fanseiten bei Facebook wegen Impressumsfehlern abgemahnt. Darüber habe ich bereits bei Allfacebook.de berichtet: „Abmahnwelle wegen Impressumsfehlern – Sichern Sie Ihre Fanseite in 5 Minuten„. Nun fragen sich viele Twitter, Google+ & Co Nutzer, ob sie auch die Impressum haben müssen, damit sie nicht abgemahnt werden.

Die Antwort lautet „ja“. Da jedoch auch diese Plattformen kein Feld für ein „Impressum“ vorsehen, zeige ich Ihnen wie Sie die Impressumspflicht trotzdem möglichst gut umsetzen können. Lesen Sie weiter

Google Analytics – Mobile Nutzung zwingt zum Update der Datenschutzerklärung (Anleitung)

Google Analytics darf nur mit einer Opt-Out-Lösung betrieben werden. Das bisher von Google gestellte Browser-Add-on funktioniert jedoch nicht auf Mobilgeräten, weswegen Datenschützer eine zusätzliche Opt-Out-Möglichkeit fordern.

Google Analytics Mobile Opt-Out

Vor allem Applikationen und Websites, die auf mobile Nutzung ausgerichtet sind, müssen die neuen Opt-Out-Vorgaben für Google Analytics (unten im Bild) beachten.

Der Einsatz von Google-Analytics ist nur unter Beachtung bestimmter Datenschutzvorgaben zulässig. Auf diese hatten sich 2011 der Hamburger Datenschutzbeauftragte und Google geeinigt. Diese Vorgaben sind jedoch ohne großes öffentliches Echo aktualisiert worden, wie Datenschutzbeauftragter.info berichtet.

In diesem Beitrag erkläre ich Ihnen mit Hilfe von Beispielen, wie Sie die neuen Vorgaben umsetzen können.

Hinweis: Dieser Beitrag behandelt nur das Update des Opt-Outs. Wie Sie Google-Analytics im Ganzen rechtssicher einsetzen können, erfahren Sie in dem Beitrag, Google Analytics rechtssicher nutzen – Anleitung und Muster für Webmaster. Ferner habe ich auch unseren Datenschutz-Generator um die neue Opt-Out-Möglichkeit ergänzt.

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Fachaufsatz „Google Glass – Eine Herausforderung für das Recht“ in „Kommunikation & Recht“ 11/2013

Nachdem ich mich ausgiebig mit Google Glass rechtlich auseinander gesetzt und die Datenbrille auch selbst getestet habe, habe ich meine Gedanken in der K&R zusammengefasst.

Google Glass - Test für Kommunikation & Recht - Rechtsanwalt Schwenke

Der Aufsatz beruht nicht nur auf Theorie, sondern auch auf meinen persönlichen Erfahrungen mit Glass. Für die Möglichkeit das Gerät testen zu können, bedanke ich mich beim Heise Zeitschriften Verlag und dort insbesondere RA Joerg Heidrich und RAin Maike Brinkert.

In der aktuellen Ausgabe der juristischen Fachzeitschrift „Kommunikation und Recht“ habe ich den Aufsatz „Google Glass – Eine Herausforderung für das Recht“ veröffentlicht. Dabei zeige ich zwar die rechtlichen Gefahren der Datenbrille auf, verurteile sie jedoch nicht kategorisch. Stattdessen geht es mir mehr darum, die Punkte aufzuzeigen, die zu beachten sind, damit Glass sozial akzeptiert wird.

Der Beitrag ist zwar nur für die Abonnenten der K&R zugänglich, aber vielleicht ist es ein Grund für Sie ein regelmäßiger Leser zu werden.

Ansonsten empfehle ich Ihnen die folgenden Blogbeiträge, Podcast und die Aufzeichnung meines Vortrags zum Thema Glass, die Grundlage meines Fachbeitrags waren. Ich glaube, damit habe ich die mediale Bandbreite zu dem Thema ausgeschöpft. :)

Gewinnen Sie Rechtssicherheit und vermeiden Abmahnungen. Wir bieten verständliche und praxisrelevante Vorträge, Workshops und Inhouse-Seminare zum Thema Social Media, Marketing, Presse, Datenschutz & Recht an. Sprechen Sie uns an, wir stehen gerne zu Ihrer Verfügung.

Hashtags & Recht – Was Sie bei Gewinnspielen, Marken- und Urheberrechten beachten müssen

#Hashtags sind im #Marketing angekommen und aus diesem Anlass beleuchte ich die häufigsten rechtlichen Fragen bei deren Einsatz im Zusammenhang mit #UrhG #MarkenG #Gewinnspiele #Spam

Hashtags & Recht

Um Hashtags besser zu verstehen, empfehle ich Ihnen die Wikipedia, Jimmy Fallon & Justin Timberlake sowie Corina Pahrmann mit #Hashtagology beim O’Reilly Verlag.

Hashtags sind Schlagworte, die mit einer Raute „#“ eingeleitet werden. Sie werden von sozialen Netzwerke wie Twitter, Facebook oder Google+ automatisch verlinkt, um so die Suche nach thematisch ähnlichen Beiträgen zu erleichtern. Wenn Sie z.B. in einem Tweet auf „#Recht“ klicken, werden Sie alle Beiträge sehen, die denselben Hashtag verwendet haben.

Dass Hashtags im Mainstream angekommen sind, merke ich an der Anzahl der Fragen, die ich von meinen Mandanten zu deren Einsatz im Marketing bekomme. Die häufigsten Fragen habe ich daher zum Anlass für diesen Beitrag genommen. Lesen Sie weiter

Abmahnung: 1.200 Euro wegen Fehlern beim Einsatz von Google Analytics?

Die Gefahr wegen Datenschutzverstoßen abgemahnt zu werden, wird immer wahrscheinlicher. Vor allem, wenn Sie populäre Dienste wie Google Analytics einsetzen, ohne die rechtlichen Vorgaben zu beachten.

Abmahnung wegen Google Analytics

Zuerst sollen die Rechtsverletzungen 5.000 € wert sein, dann doch 20.000 €. So sehen keine seriösen Abmahnungen aus. Dass sie trotzdem ernst zu nehmen sind, erkläre ich diesem Beitrag.

Uns liegen Abmahnungen wegen des Einsatzes von Google Analytics vor. Dabei beanstandet Herrn Jan Weidenbach durch die Rechtsanwaltskanzlei Jahn & Rug, Hanau, dass seine IP-Adresse nicht anonymisiert wurde und ein Hinweis auf den Einsatz von Google Analytics in der Datenschutzbelehrung fehlte.

Damit bewahrheitet sich meine Befürchtung, dass die Abmahnungen wegen Datenschutzverstößen zunehmen werden. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, wie Sie solche Abmahnungen vermeiden können und warum ich diesen konkreten Abmahnungen sehr skeptisch gegenüber stehe. Lesen Sie weiter

Teilen im Netz – oder die rechtlichen Grenzen und Gefahren der Verwendung von User Generated Content bei Facebook, Google+, Youtube, Twitter, Instagram & Co

Bei den vielen Möglichkeiten Inhalte innerhalb sozialer Netzwerke zu teilen, entsteht der Eindruck man dürfte sie beliebig nutzen. Der Eindruck trügt jedoch, denn das Teilen ist nur in den hier im Beitrag erklärten Fällen zulässig.

Sharing is Caring - aber rechtlich Problematisch

Die Möglichkeit nutzergenerierte Inhalte zu teilen ist ein Grundpfeiler sozialer Netzwerke. Jedoch werden die Inhalte dadurch nicht frei, sondern dürfen nur nach bestimmten Regeln geteilt werden. (Bild: Ben GreyCC-BY-SA)

Sie sehen es schon am Titel. Eine für uns alltägliche, tief in unserem Sozialverhalten verwurzelte Eigenschaft wird plötzlich sehr kompliziert, vor allem wenn die Juristen sich damit befassen. Denn trotz dem Motto „Sharing is Caring„, ist das Teilen von nutzergenerierten Inhalten nur unter bestimmten Umständen zulässig.

Angesichts der vielen „Teilen“-Buttons entsteht schnell der Eindruck, alle Inhalte seien „frei“ und können beliebig genutzt werden. So meinte z.B. die IG-Metall, sie hätte Ausschnitte aus Youtube-Videos in deren „Geh-Wählen“-Spot frei verwenden dürfen, da die Nutzer sich damit in den AGB bereit erklärt haben. Diese Ansicht ist jedoch rechtlich falsch und zudem gefährlich.

In dem Beitrag erkläre ich, in welchem Umfang Sie Inhalte aus sozialen Netzwerken verwenden können. Zumindest soweit diese rechtlich geschützt sind.

Hinweis: Um den Beitrag übersichtlich zu halten, gehe ich nicht auf die Problematik ein, ob und wie weit die AGB der sozialen Netzwerke zulässig sind. Neben den in diesem Beitrag beschriebenen Funktionen können Inhalte auch innerhalb gesetzlicher Erlaubnisse, z.B. als Text– oder Bildzitat verwendet werden. Siehe dazu „Pinterest und die rechtlichen Grenzen beim Teilen und Verlinken„. Alternativ können bei manchen Netzwerken Inhalte auch unter „Creative Commons“-Lizenzen publiziert und verwendet werden (z.B. Youtube).

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Welcome Cyborgs !-) Teil 2 – Wird Google Glass sich durchsetzen?

Während manche Kritiker hoffen, dass Glassnutzer als Idioten angesehen werden, wünsche ich mir zwar das Gegenteil, zeige aber welche Voraussetzungen dafür erfüllt werden müssen.

Google Glass - Hausverbot oder kein Hausverbot

Bei Stop The Cyborgs gibt es bereits Glass-Verbotsschilder zum Download. Aber vielleicht wird es stattdessen sogar Glass-Einladungsschilder geben, um technophile Kundschaft anzuziehen (Grundlage: Google Glass Ban Sign CC-BY-SA-ND). Oder wir werden keins dieser Schilder sehen, wenn die in diesem Artikel dargesellten Regeln beachtet werden.

Zu meinem ersten Glass-Artikel „Welcome Cyborgs !-) Teil 1 – Die 10 Risiken von Google Glass“ erntete ich eine Menge unterschiedlicher Reaktionen. Angefangen von bedingungsloser Begeisterung, über Äußerungen wie „ich würde sofort verlangen, dass jemand das Ding absetzt“ bis zu ausgewogenen Kommentaren.

Das entspricht der Debatte im Netz, wo Persönlichkeiten wie Jeff Jarvis daran erinnern, dass auch die Vorbehalte gegenüber den ersten Fotokameras überwunden wurden. Auf der anderen Seite werden Ansichten wie „If You Wear Google’s New Glasses You Are An Asshole“ vertreten. Auch deutsche Datenschützer wie Dr. Thilo Weichert halten sich nicht mit deutlichen Meinungen zurück (Hervorhebung von mir):

„Statt zum Statussymbol zu werden, müsste sich durchsetzen, dass es sich bei Nutzenden von Google Glass um rücksichtslose Idioten handelt.“

Ich für meinen Teil verstehe nicht, warum sich dieses Bild durchsetzen müsste. Auf der anderen Seite ist nicht von der Hand zu weisen, dass solch kompromisslose Ansichten sich durchsetzen könnten. Wovon dies abhängt, erläutere ich in diesem zweiten Teil des Artikels.

Beginnen möchte ich mit den Vorzügen von Datenbrillen. Lesen Sie weiter

Welcome Cyborgs !-) Teil 1 – Die 10 (Datenschutz)Risiken von Google Glass

Ob und wie Googles Glass sich durchsetzen wird, ist noch nicht sicher. Dagegen ist es klar, dass die Datenbrille vor allem bei Datenschützern auf viele Bedenken stoßen wird.

Google Glass

Ob und wie Googles Glass sich durchsetzen wird, ist noch nicht sicher. Dagegen ist es klar, dass die Datenbrille vor allem bei Datenschützern auf viele Bedenken stoßen wird. (Bildquelle: Azugaldia, CC-BY)

Selten war ich bei einer neuen Technik so zwiegespalten, wie bei Googles „Glass„. Je näher die Serienreife der Datenbrille von Google rückt, je mehr begeisterte Berichte ich lese, desto weniger kann ich es erwarten sie selbst zu nutzen.

Die Ernüchterung folgt, wenn ich Google Glass juristisch betrachte. Selten drängten sich mir so viele Gefahren für Persönlichkeitsrechte auf. Und nach meiner Recherche zu diesem Artikel, weiß ich, dass ich mit diesem Zwiespalt nicht alleine bin.

In diesem Teil des Artikels zeige ich 10 Risiken auf, die Google Glass mit sich bringt. Im zweiten Teil werde ich prüfen, ob diese Gefahren berechtigt sind und ob wir neue Gesetze brauchen, um Glass in unsere Gesellschaft zu integrieren. Denn immerhin haben wir auch keine neuen Gesetze für Smartphones oder soziale Netzwerke und kommen meines Erachtens trotzdem ganz gut mit beiden zurecht.

Doch bevor ich zu dem rechtlichen Teil komme, möchte ich kurz erklären, wie Googles Datenbrille funktioniert.

Hinweise – Dieser Artikel ist ein Beitrag zu der „If I Had Glass“-Blogparade„, die Gerhard Schröder ausgerufen hat. Eine Sammlung von Quellen zum Artikel finden Sie am Ende des Artikels.

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