Google macht Cookie-Hinweise zur Pflicht – Handlungsempfehlung für Website- und Appanbieter

Bisher sagte ich, dass Cookie-Hinweise in Deutschland nicht unbedingt notwendig sind. Doch nun gibt es gravierende Änderungen.

Cookie Hinweise als Pflicht von Google

Cookie-Hinweise – Bald auch in Deutschland auf jeder Webseite? (Bild: Pink Sherbet Photography, CC-BY)

Das kam überraschend. Google weist Nutzer von AdSense, DoubleClick for Publishers und DoubleClick Ad Exchange darauf hin, dass sie einen Cookie-Hinweis auf ihren Webseiten und in Apps einsetzen müssen.

Das verwundert auf  den ersten Blick, da Google nicht unbedingt den Ruf eines Datenschutzverfechters hat. Auf den zweiten Blick ist Googles Forderung jedoch nachvollziehbar.

Was es mit dem Hinweis auf sich hat und warum Sie spätestens jetzt einen Cookie-Hinweis einrichten sollten, erkläre ich Ihnen in diesem Beitrag. Lesen Sie weiter

Cookie-Richtlinie der EU – Augenwischerei, Do-Not-Track und Praxisempfehlungen

Letzte Woche habe ich bei der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (VZBV) an dem „Expertentreffen zur Umsetzung der E-Privacy-Richtlinie“ teilgenommen. Mit Vertretern des VZBV, der Datenschutzbeauftragten aus Schleswig-Holstein und Bayern sowie Usability-Analysten haben wir diskutiert, wie die so genannten „Cookie-Richtlinie“ umgesetzt werden soll.

Danach habe ich vor allem eine Erkenntnis gewonnen: Für einen durchschnittlichen Websiteanbieter ist die „Cookie-Richtline“ weder einfach nachvollziehbar noch umsetzbar. Mit diesem Beitrag möchte ich Ihnen dieses komplexe Thema möglichst einfach erläutern und vor allem mittelständischen Unternehmen zeigen, womit sie in …

Cookie Richtlinie: Tracking (Collusion for Chrome)

Die „Cookie-Regelung“ in der E-Privacy-Richtlinie soll Internet-Nutzer vor umfassendem Tracking und dessen Missbrauch schützen. Die Werbebranche befürchtet jedoch starke Umsatzeinbußen und wehrt sich dagegen. Die Websiteanbieter sind durch die unklare Rechtslage verwirrt und wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen. (Bild: Plugin „Collusion for Chrome„)

Letzte Woche habe ich bei der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (VZBV) an dem „Expertentreffen zur Umsetzung der E-Privacy-Richtlinie“ teilgenommen. Mit Vertretern des VZBV, der Datenschutzbeauftragten aus Schleswig-Holstein und Bayern sowie Usability-Analysten haben wir diskutiert, wie die so genannten „Cookie-Richtlinie“ umgesetzt werden soll.

Danach habe ich vor allem eine Erkenntnis gewonnen: Für einen durchschnittlichen Websiteanbieter ist die „Cookie-Richtline“ weder einfach nachvollziehbar noch umsetzbar. Mit diesem Beitrag möchte ich Ihnen dieses komplexe Thema möglichst einfach erläutern und vor allem mittelständischen Unternehmen zeigen, womit sie in der Zukunft rechnen müssen.

Empfehlung: Datenschutzgrundlagen biete ich Ihnen in dem Beitrag „Social Media Monitoring, CRM, HR & Recht – Teil 3 – Datenschutz Basics“ und eine Einleitung zum Tracking in „Social Media Monitoring, CRM, HR & Recht – Teil 4 – Tracking, Targeting & Online Behavioral Marketing„.

Lesen Sie weiter

Social Media Monitoring, CRM, HR & Recht – Teil 4 – Tracking, Targeting & Online Behavioral Marketing

Wenn Sie die Datenschutz-Basics beherrschen, werden Sie verstehen wo die Probleme beim Targeting liegen und warum Sie bei (fast) allen Tools prüfen müssen, ob sie eine Opt-Out-Lösung bieten.

Teil 4 – Tracking, Targeting & Online Behavioral Marketing

Mit dem Tracking, Targeting & Online Behavioral Marketing soll die Werbung auf die Interessen der Verbraucher passend zugeschnitten werden. Werbenetzwerke erfassen dazu die Vorlieben der Nutzer und präsentieren ihnen unabhängig von der angesteuerten Website die passende Werbung. Datenschutzgesetze sollen verhindern, dass die Verbraucher dabei zu gläsernen Konsumobjekten werden.

In diesem Teil der Beitragsreihe werde ich erklären wie Tracking, Targeting & Online Behavioral Marketing funktionieren und was Sie dabei rechtlich beachten müssen. Es ist die „traditionelle“ Form der Nutzerbeobachtung und -analyse, die zunehmend durch Social Media Monitoring erweitert und ergänzt wird. Der Beitrag ist für jeden Onlineanbieter, der Statistiktools einsetzt oder an Werbenetzwerken teilnimmt, von Bedeutung.

Im ersten Teil des Beitrags erfahren Sie die technischen Hintergründe, bevor es im zweiten Teil um die rechtlichen Voraussetzungen gehen wird. Zuletzt erhalten Sie einen Ausblick in die Zukunft sowie eine Checkliste. Der Beitrag ist etwas länger geworden und daher auf zwei Seiten aufgeteilt.

Hinweis: Falls Sie sich mit dem Datenschutz bisher nicht beschäftigt haben, sollten Sie zuvor „Social Media Monitoring, CRM, HR & Recht – Teil 3 – Datenschutz Basics“ lesen.

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WordPress.com-Stats (Plugin/Jetpack/Blogs) datenschutzkonform nutzen (mit Muster der Datenschutzerklärung)

Vor kurzer Zeit habe ich in dem Artikel „Rechtswidrig: WordPress.com-Stats Plugin als Trojaner für Werbetrackerharsche Kritik an dem wordpresseigenen Statistiktool geübt. Das führte zu vielen Rückfragen und vor allem die Blogger, deren Blogs auf der Plattform WordPress.com gehostet werden, waren verunsichert. Denn sie haben keine Möglichkeit auf die statistische Erfassung Einfluss zu nehmen.

Zudem ist das Plugin der Bestandteil des „Jetpack„-Paketes geworden, einer Sammlung von Tools …

WordPress.com-Stats Plugin (Jetpack) datenschutzkonform nutzen (mit Muster der Datenschutzerklärung)

Vor kurzer Zeit habe ich in dem Artikel „Rechtswidrig: WordPress.com-Stats Plugin als Trojaner für Werbetrackerharsche Kritik an dem wordpresseigenen Statistiktool geübt. Das führte zu vielen Rückfragen und vor allem die Blogger, deren Blogs auf der Plattform WordPress.com gehostet werden, waren verunsichert. Denn sie haben keine Möglichkeit auf die statistische Erfassung Einfluss zu nehmen.

Zudem ist das Plugin der Bestandteil des „Jetpack„-Paketes geworden, einer Sammlung von Tools für WordPress, die das selbstgehostete Blog mit Funktionen der Bloggingplattform WordPress.com anreichern.

Und auch die Berichte über die Abmahnung wegen einer fehlenden Datenschutzerklärung bei der Nutzung von Facebooks Like-Button trugen zur Verunsicherung bei.

Daher freue ich mich, den Pluginnutzern eine Entwarnung geben zu können. Wer das Plugin entsprechend den folgenden Hinweisen nutzt, braucht keine Bußgelder oder Abmahnungen zu fürchten.

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Benachrichtigung bei neuen Kommentaren – Abmahnung und ein bisschen Schuldgefühl

Es geht in diesem Beitrag um die Benachrichtigungsfunktion bei Blogkommentaren. Gibt man welche ab, kann man anklicken, dass man über Nachfolgekommentare anderer Leser informiert werden möchte. Diese Funktion wird bewerkstelligt durch das „Subscribe to Comments“- Plugin, welches an sich super ist, weil es Diskussionen in Blogs ermöglicht.

Vor ca. 1,5 Jahren bin ich diesem Plugin begegnet und habe gesehen, dass es mit dem deutschen Recht nicht vereinbar ist (Dazu gleich mehr). Die Frage war dann, ob ich …

Es geht in diesem Beitrag um die Benachrichtigungsfunktion bei Blogkommentaren. Gibt man welche ab, kann man anklicken, dass man über Nachfolgekommentare anderer Leser informiert werden möchte. Diese Funktion wird bewerkstelligt durch das „Subscribe to Comments“- Plugin, welches an sich super ist, weil es Diskussionen in Blogs ermöglicht.

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Vor ca. 1,5 Jahren bin ich diesem Plugin begegnet und habe gesehen, dass es mit dem deutschen Recht nicht vereinbar ist (Dazu gleich mehr). Die Frage war dann, ob ich darüber berichten soll oder nicht. Ich habe mich dafür entschieden nicht darüber zu berichten und statt dessen Abhilfe zu suchen (und dann zu berichten). Ich wollte einfach keine schlafenden Hunde wecken und eine Steilvorlage für Abmahnanwälte bieten. Dabei ist diese Rechtslücke eigentlich klar ersichtlich und aus Gesprächen mit anderen Kollegen weiß ich, dass sie ähnlich dachten.

Meine Anfragen beim Entwickler stießen auf taube Ohren, obwohl ich ihm die deutsche Rechtslage mitgeteilt habe. Darauf hin habe ich ein Änderungskonzept geschrieben und versucht szenebekannte WordPress-Kenner dafür zu gewinnen, eine Lösung einzubauen. Leider auch ohne Erfolg (Keine Schuldzuweisung, man kann nicht für alles Zeit haben). Auch meine Bitte über A-Blogger vielleicht das Renommee in die Waagschale zu werfen, um den Entwickler zur Änderung zu bewegen haben nicht gefruchtet. Letztendlich habe ich es halb aufgegeben und hatte die letzten Monate auch nicht die Zeit es zu verfolgen.

Und nun lese ich, dass es Jan Tißler vom Upload-Magazin erwischt hat und fühle mich bisschen mitverantwortlich. Vielleicht hätte ich es doch rausposaunen sollen. Vielleicht hätte ich damit mehr erreicht. Ich weiß es nicht. Ich denke jedoch beim nächsten Mal werde ich diesen Weg gehen.

Warum ist das Plugin nun rechtswidrig?

In Deutschland herrscht ein strenges Double Opt-In-Prinzip bei Zusendung von Emails. Was das heißt, sagt die Übersicht: Lesen Sie weiter